Kimkoi - Mixtape - Artwork

Kimkoi stehen für deutschsprachigen Pop-Rock, bei dessen Interpretation sie sich auf die vielen Facetten dieser musikalischen Richtung besinnen. Der Opener „Arsch hoch“ klingt genauso, wie der Titel es verspricht. Das Stück peitscht voran und der Text ist voller Sarkasmus. Darauf folgt das balladesk beginnende Lied „Auf dem Weg“, in dem Kimkoi sich mit nicht erreichten Zielen auseinandersetzen. Diese transportierte Melancholie wird am Schluss mit einem lyrischen und musikalischen Aufschrei aufgebrochen, sodass die Hoffnung doch noch zum Vorschein kommt. „Heute und hier“ ist das minimalistischste Stück des Albums; den Hörer erwarten ausschließlich eine akustische Gitarre und Gesang.

Dass sie einen langweilen, kann man den Künstlern also auf keinen Fall zum Vorwurf machen und doch ist dies eines der Werke, die es auch nach mehrmaligem Hören leider nicht geschafft haben, mich in ihren Bann zu ziehen. Handwerklich wird hier, wie gesagt, einiges richtig gemacht. Was mich aber wirklich stört, ist der Gesang. Dieser pendelt zwischen rau, wobei das trotzige darin teilweise etwas zu aufgesetzt wirkt, und weich, wobei mir hier dieser „weinerliche“ Unterton leider sehr auf die Nerven geht. Auch in den Texten finde ich bedauerlicherweise nichts, was mich wirklich mitreißt.

flyer bruderkuss 2

Ich bin bei diesem Album sehr vorsichtig mit einer abschließenden Bewertung. Die Wahrnehmung von Gesangsstimmen ist etwas sehr subjektives und richtet sich auch nach den eigenen Hörgewohnheiten. Deshalb spreche ich Kimkois „Mixtape“ seine musikalische Qualität auch nicht ab und empfehle es Freunden von abwechslungsreicher, aber eingängiger Musik. Denn rein musikalisch hat die Truppe einiges zu bieten. Der Gesang steht hier jedoch sehr im Vordergrund, weshalb ich mir das Album nicht noch einmal anhören werde.

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