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Und schon wieder Wölfe auf meinem Blog. Ich schwöre, das ist wirklich Zufall ;-). Cruadalach aus Tschechien waren mir bisher völlig unbekannt und das völlig zu Unrecht, bilden sie doch eine interessante Alternative zu den Folk-Metal-Bands, die man sonst immer wieder hört.

Cruadalach verbinden auf ihrem aktuell vorliegenden Longplayer die geballte Kraft des Metalcore mit der eingängigen Eleganz der keltisch inspirierten Melodien, die von den exotischen Instrumenten, wie Schalmeien oder verschiedenen Flöten, interpretiert werden. Die Texte tragen sowohl eine kraftvolle, schneidende, überwiegend screamend eingesetzte Männerstimme als auch eine klare Frauenstimme vor, was noch ein spannendes, Kontraste bildendes Wechselspiel entstehen lässt. Soweit die Zutaten, mit denen die beteiligten Musiker arbeiten. Allerdings ist es auch immer eine Frage der richtigen Mischung. Bei einigen Stücken hatte ich den Eindruck, dass die genannten folkloristischen Elemente gerne noch etwas mehr hätten ausgespielt werden dürfen. Die Lieder werden von einem Intro und einem Outro eingerahmt, die beide völlig instrumental daherkommen, wobei auf den Einsatz der Metalband verzichtet wird. Dazwischen stagniert man leider an einigen Stellen ein wenig im Songwriting, sodass hier und da ein wenig das Gefühl der Wiederholung aufkommt. Gerade auf der Zielgeraden lässt die Individualität der Stücke ein wenig nach. Anspieltipps mit hohem Ohrwurm- und Aufhorchfaktor finden sich eher am Anfang, besonders bei „Relationshit“ und „Eyes wide open“.

Nichtsdestotrotz ist die präsentierte Mischung ziemlich originell und man bemerkt die Professionalität, die die Musiker an den Tag legen. Doch diese verhindert neue Ideen und Blicke nach links und rechts, wenn gewisse Dinge schon „zu“ eingespielt sind. Trotzdem empfehle ich „Raised by wolves“ jedem Fan des Folk Metals gerne weiter. Etwas anderes bieten die Tschechen auf jeden Fall.

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