Advance Base - Animal Companionship - Pressefoto

2010 beendete der Musiker und Komponist Owen Ashworth aufgrund gesundheitlicher Probleme sein Projekt Casiotone for the Painfully Alone, um anschließend mit Advance Base zurückzukehren. Ruhige Elektronik-Arrangements prägen von nun an das Klangbild seiner Musik und diesen Weg setzt Ashworth auch auf seinem, im September erschienenen, Album „Animal Companionship“ nahtlos fort.

Es ist ein sehr introvertiertes und vor allen Dingen minimalistisches Werk geworden. Die zehn Tracks vereint eine homogene Grundstimmung, die auch durch den meditativen und gleichförmigen Gesang nicht aufgebrochen wird. Beim Durchhören des Albums fällt es schwer die Stücke auseinander zu halten; es scheint eher ein halbstündiges Easy-Listening-Intermezzo zu sein, was der Amerikaner hier präsentiert. Da wirkt der Gesang an manchen Stellen für mich tatsächlich leider eher unpassend. Wenn man jedoch vom oberflächlichen Hören ein wenig mehr in die Details hinein lauscht, achtet man mehr auf die Geschichten, die Ashworth erzählt. Die Inspiration für die Texte dieses Albums lagen laut ihrem Schöpfer in dessen Beobachtungen der Beziehungen zwischen Menschen und Haustieren, was die Covergestaltung  auf einer anderen Ebene noch einmal deutlich macht. Auf dieser Grundlage schuf der Sänger kleine Geschichten, die er unkonventionell vorträgt. Dieses unkontionelle Element entsteht auch dadurch, dass sich beim Komponieren nicht an herkömmliche Liedstrukturen gehalten wurde, was das Album eher zu einer musikalischen Lesung macht. Was beim konzentrierten Zuhören allerdings auf der Strecke bleibt, ist die beruhigende Wirkung, die die Musik allein hätte.

Insgesamt muss ich demnach festhalten, dass „Animal Companionship“ ein schwieriges Album für mich war. Diese sehr gleichförmige Grundstimmung sorgte doch des öfteren dafür, dass ich beim Hören gedanklich wegdriftete, was bei einem reinen Ambient/Easy-Listening-Werk positiv hervorzuheben wäre. Owen Ashworth jedoch schreibt dazu Texte und möchte offensichtlich Geschichten erzählen, was durch die teilweise sehr beliebigen Klänge und den nicht unbedingt mitreißenden Gesang nicht so gut funktioniert – zumindest bei mir nicht. Es bleibt einfach nichts wirklich hängen, was dazu führt, dass der Hörgenuss dieses eigentlich sehr schön klingenden Sounds ein wenig im Nichts zerfaserte.

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