Mirexxx_Vault_Front_Cover

Das belgische Elektro-Duo Mirexxx knüpft mit seinem Debütalbum „Vault“ soundtechnisch dort an, wo Bands wie Hocico oder Suicide Commando bereits in den 1990ern begonnen haben. Kühle Synthesizersounds, Oldschool-EBM-Anleihen und verzerrter Gesang, der zwischen treibenden Shoutings und zurückhaltenden Flüsterpassagen pendelt, bestimmen die zehn Tracks. Was Mirexxx von den genannten Vertretern dieser Stilrichtung unterscheidet, ist, dass ihre Musik nicht ganz so aggressiv präsentiert ist; der Gesamtsound bleibt eher weich und animiert nicht wirklich zum Abgehen, sondern doch eher zum abwartenden Zuhören. Diesen klanglichen Unterschied kann man der noch jungen Formation auf jeden Fall als Pluspunkt zuschreiben, denn sich innerhalb dieses Genres abheben zu wollen, ist gar nicht so einfach. Was den Stücken auf „Vault“ in sich jedoch ein bisschen fehlt, ist Abwechslung. Die verbreitete, schon ziemlich gut produzierte, Atmosphäre, bleibt vom Anfang bis zum Ende leider sehr homogen, was leider doch eher dafür sorgt, dass man beim Hören die Aufmerksamkeit nicht durchgängig aufrecht erhalten kann. Hier könnte man durch mehr Tempo- und Soundvariationen vielleicht noch vielfältigere Arrangements erzeugen.

Für ein Debütalbum geht „Vault“ aber völlig in Ordnung. Die beiden Musiker haben sich für ihre Auslegung der elektronischen Musik entschieden; nun bleibt abzuwarten, was sie in den nächsten Jahren daraus machen werden. Wer nach dem Genuss des Albums übrigens noch nicht genug hat, für den gibt es noch die gleichnamige Download-Single mit einigen durchaus gelungenen Remixen des Titelstücks.

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